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Maßgeblichkeit der Equity-Methode (de lege ferenda) bei der Bewertung von Beteiligungen und sonstigen Unternehmensanteilen?

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Maßgeblichkeit der Equity-Methode (de lege ferenda) bei der Bewertung von Beteiligungen und sonstigen Unternehmensanteilen?

Mit den Anschaffungskosten einer Beteiligung wird gewöhnlich auch ein erworbener (derivativer) Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) vergütet, der jedoch unselbstständiger Bestandteil des Vermögensgegenstands "Beteiligung" ist. Auch wenn der erworbene GoF während seiner wirtschaftlichen Nutzungsdauer konsumiert wird, erfolgt nur dann eine außerplanmäßige Abschreibung, wenn der anteilige Ertragswert des Beteiligungsunternehmens (IDW RS HFA 10) den Buchwert der Beteiligung nicht mehr deckt. Andernfalls bleiben die (historischen) Anschaffungskosten der Beteiligung unberührt.

Bei der Anschaffungskostenmethode kommt es regelmäßig zu einer Substitution von erworbenem durch selbst geschaffenen originären Geschäfts- oder Firmenwert ("backdoor capitalization"). Demgegenüber wird bei der Equity-Methode (§ 312 HGB) der GoF - auch wenn dieser unselbstständiger Bestandteil des Beteiligungsbuchwerts ist - über seine wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.