Bewertung im Recht

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AUDI AG: Hauptversammlung zum Squeeze-out
24.06.2020

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der AUDI AG am 31.07.2020 soll der Beschluss zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Volkswagen AG gefasst werden. Die Hauptaktionärin hat die Barabfindung auf 1.551,53  je Aktie der AUDI AG festgesetzt. Der Squeeze-out gilt als sicher: VW hält bereits 99,64% an Audi, mehr als die für den Squeeze-out-Beschluss erforderlichen 95%. VW hatte bereits am 28.02.2020 angekündigt, Audi komplett übernehmen zu wollen.

Aktienrechtlicher Squeeze-out: Comline AG
15.06.2020

Mit Schreiben vom 24.10.2019 hat die DAVASO Holding GmbH ("DAVASO") ein Verlangen nach § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG an die Comline gerichtet, wonach die Hauptversammlung der Comline auf Grundlage von § 327a Abs. 1 AktG über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Comline auf die DAVASO gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen soll. In diesem Schreiben erklärte die DAVASO, sie halte derzeit unmittelbar 975.721 und damit rund 97,6 % der insgesamt 1.000.000 nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Comline. Die DAVASO hat die Barabfindung der Minderheitsaktionäre der Comline auf der Grundlage eines Bewertungsgutachtens der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, auf EUR 25,36 je Stückaktie der Comline festgelegt.

Der entsprechende Beschluss soll auf der ordentlichen Hauptversammlung 2020 am Mittwoch, den 22.07.2020, gefasst werden.

Aktienrechtlicher Squeeze-out am 12.05.2020: ISARIA Wohnbau AG
09.04.2020

Die LSREF4 ARIA Beteiligungs GmbH & Co. KG ist gegenwärtig mit 97,58 % unmittelbar am Grundkapital der ISARIA Wohnbau AG beteiligt. Die LSREF4 ARIA Beteiligungs GmbH & Co. KG hat mit Schreiben vom 17.03.2020 gegenüber dem Vorstand der ISARIA Wohnbau AG verlangt, alle Maßnahmen durchzuführen, damit die Hauptversammlung der ISARIA Wohnbau AG die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf sie gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung je Stückaktie der ISARIA Wohnbau AG gemäß §§ 327a ff. AktG beschließen kann. Die LSREF4 ARIA Beteiligungs GmbH & Co. KG hat mit Schreiben vom 08.04.2020 ihr Verlangen unter Angabe der von ihr festgelegten Barabfindung in Höhe von EUR 7,61 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der ISARIA Wohnbau AG konkretisiert. Über den Ausschluss der Minderheitsaktionäre soll im Rahmen dieser ordentlichen Hauptversammlung der ISARIA Wohnbau AG am 12.05.2020 beschlossen werden.

TRATON SE beabsichtigt Durchführung eines verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out der Minderheitsaktionäre der MAN SE
28.02.2020

Der Vorstand der TRATON SE hat dem Vorstand der MAN SE seine Absicht mitgeteilt, die MAN SE als übertragenden Rechtsträger auf die TRATON SE als übernehmenden Rechtsträger zu verschmelzen, um die Gesamtkonzernstruktur der TRATON GROUP zu optimieren. Der Vorstand der TRATON SE hat vorgeschlagen, mit dem Vorstand der MAN SE Verhandlungen über einen Verschmelzungsvertrag aufzunehmen. Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der MAN SE auf die TRATON SE hat der Vorstand der TRATON SE des Weiteren gemäß § 62 Abs. 5 UmwG i.V.m. § 327a Abs. 1 AktG das förmliche Verlangen übermittelt, das Verfahren zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der MAN SE auf die TRATON SE gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung (verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out) einzuleiten und die Hauptversammlung von MAN innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Verschmelzungsvertrags über den verschmelzungsrechtlichen Squeeze-out beschließen zu lassen.

Die TRATON SE hat bestätigt, dass sie derzeit 94,36 % des Grundkapitals der MAN SE hält und damit ist die TRATON SE die Hauptaktionärin der MAN SE im Sinne von § 62 Abs. 5 UmwG i.V.m. § 327a Abs. 1 AktG. Die Höhe der angemessenen Barabfindung, die die TRATON SE als Hauptaktionärin den Minderheitsaktionären der MAN SE für die Übertragung der Aktien gewähren wird, steht derzeit noch nicht fest.

Squeeze-out angekündigt: VW wird Audi von der Börse nehmen
28.02.2020

Der Volkswagen-Konzern will die Minderheitsaktionäre der Tochter Audi in einem Squeeze-out-Verfahren aus dem Unternehmen drängen. Die Wolfsburger haben der Audi AG das förmliche Verlangen übermittelt, die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen eine „angemessene Barabfindung“ auf die Volkswagen AG zu übertragen, wie Volkswagen mitteilte. Der VW-Konzern besitzt bereits 99,6 % der Audi-Aktien. In der nächsten ordentlichen Hauptversammlung von Audi soll der Übertragungsbeschuss gefasst werden. Die Versammlung soll auf einen Termin im Juli oder August verschoben werden.

comdirect bank AG: Umwandlungsrechtlicher Squeeze-out
26.02.2020

Die COMMERZBANK AG ("Commerzbank") hat dem Vorstand der comdirect bank AG ("comdirect") heute das förmliche Verlangen nach § 62 Abs. 1 und Abs. 5 Satz 1 UmwG i.V.m. §§ 327a ff. AktG übermittelt, das Verfahren zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der comdirect gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung im Zusammenhang mit einer Verschmelzung der comdirect auf die Commerzbank durch Aufnahme (sog. umwandlungsrechtlicher Squeeze-out) durchzuführen und zu diesem Zweck innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Verschmelzungsvertrags die Hauptversammlung der comdirect über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der comdirect beschließen zu lassen. Der Verschmelzungsvertrag wird eine Angabe nach § 62 Abs. 5 Satz 2 UmwG enthalten, wonach im Zusammenhang mit der Verschmelzung ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre der comdirect als übertragendem Rechtsträger erfolgen soll. Die Höhe der angemessenen Barabfindung, die die Commerzbank den übrigen Aktionären der comdirect für die Übertragung der Aktien gewähren wird, wird die Commerzbank zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.

Die Commerzbank hat bestätigt, dass sie eine Beteiligung von rund 90,29% am Grundkapital der comdirect hält und damit Hauptaktionärin i.S.d. § 62 Abs. 5 Satz 1 UmwG ist. Das Wirksamwerden des umwandlungsrechtlichen Squeeze-out hängt noch von dem zustimmenden Beschluss der Hauptversammlung der comdirect und der Eintragung des Übertragungsbeschlusses und der Verschmelzung in das Handelsregister des Sitzes der Commerzbank bzw. der comdirect ab.

Aktienrechtlicher Squeez-out: WORLD HOTELS Aktiengesellschaft
10.02.2020

Die Barabfindung in Höhe von EUR 141.195,32 wurde von BV Acquisitions auf der Grundlage einer durch die WP-Gesellschaft Ebner Stolz durchgeführten Unternehmensbewertung festgelegt. Die Angemessenheit der Barabfindung wurde durch die WP-Gesellschaft I-Advise AG als sachverständiger Prüfer geprüft, die auf Antrag der BV Acquisitions vom Landgericht Frankfurt am Main gemäß § 327c Abs. 2 Sätze 2-4 AktG ausgewählt und durch Beschluss vom 09.07.2019 bestellt wurde. I-Advise hat die Angemessenheit der Barabfindung bestätigt.

Der Energieversorger E.ON hat die Höhe der Barabfindung für die verbliebenen innogy-Minderheitsaktionäre auf 42,82 Euro je innogy-Aktie festgelegt.
17.01.2020

Bereits im September 2019 hatte E.ON angekündigt, eine Verschmelzung der innogy SE auf die E.ON Verwaltungs SE per Squeeze-out vorzunehmen. E.ON hälz über die Tochtergesellschaft E.ON Verwaltungs SE 90 % aller innogy-Aktien.

Der Abschluss des Verschmelzungsvertrags ist für den 22. Januar 2020 geplant. Die außerordentliche Hauptversammlung von innogy, die den Beschluss über die Übertragung der innogy-Aktien der verbliebenen Minderheitsaktionäre fassen soll, finde voraussichtlich am 4. März 2020 statt. E.ON und RWE hatten bereits Mitte März 2018 einen Tausch ihrer Geschäftsfelder öffentlich angekündigt. Bei der Transaktion gibt RWE 76,8 % der innogy-Anteile an E.ON ab und überweist zusätzlich 1,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug erhält der Essener Konzern die Ökostromproduktion von E.ON und innogy. Zugleich sichert sich RWE eine 16,7-prozentige Minderheitsbeteiligung an dem langjährigen Konkurrenten.

Squeeze-out: IC Immobilien Holding AG
01.11.2019

Die E.L.A. Vermögensverwaltung GmbH hat gegenüber der IC Immobilien Holding AG ihr am 01.07.2019 gemäß § 327a Abs. 1 AktG gestelltes Verlangen, die Hauptversammlung der IC Immobilien Holding AG über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der IC Immobilien Holding AG auf die E.L.A. Vermögensverwaltung GmbH als Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen zu lassen, bestätigt und konkretisiert.
Die E.L.A. Vermögensverwaltung GmbH hat hierbei die Barabfindung für die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der IC Immobilien Holding AG auf die E.L.A. Vermögensverwaltung GmbH auf EUR 7,19 je auf den Inhaber lautender Stückaktie der IC Immobilien Holding AG festgelegt. Über den Squeeze-out soll in einer noch einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung der IC Immobilien Holding AG Beschluss gefasst werden, die voraussichtlich am 17.12.2019 stattfinden wird.

AVW Immobilien AG: Squeeze-out nach § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG
23.10.2019

Herr Frank H. Albrecht hat als Hauptaktionär mit dem Schreiben vom 26. August 2019 gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft das Verlangen gestellt, die Hauptversammlung der Gesellschaft über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der Gesellschaft auf ihn als Hauptaktionär gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung in Höhe von 1,58 EUR gemäß des Verfahrens zum Ausschluss von Minderheitsaktionären nach §§ 327a ff. AktG beschließen zu lassen.

Die Angemessenheit der Barabfindung wurde durch die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als durch das Landgericht Hamburg mit Beschluss vom 28. August 2019 (Aktenzeichen 412 HKO 65/19) gemäß § 327c Abs. 2 Satz 3 AktG gerichtlich ausgewählten und bestellten sachverständigen Prüfer für die Prüfung der Angemessenheit der Barabfindung geprüft und bestätigt.